Lindt & Sprüngli will von den Standorten in Europa aus Schokoladen nach Kanada liefern
Die Situation hat sich seit dem Amtsantrtt von Präsident Donald Trump bereits abgezeichnet. Nun kündigte Trump an, dass ab dem morgigen Dienstag neue Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Einfuhren aus Mexiko und Kanada in Kraft treten würden. Daraufhin kündigte die Regierung in Ottawa an, ihrerseits mit sofortigen Zöllen in Höhe von 25 Prozent auf Lieferungen aus den USA zu reagieren.
Lindt & Sprüngli verfügt derzeit über fünf Produktionsstätten in den USA, die rund 95 Prozent der im Land verkauften Schokolade herstellen und von denen teilweise auch Kanada beliefert wurde.
Adalbert Lechner, CEO von Lindt & Sprüngli, erklärte gegenüber Reuters, Lindt ergreife Maßnahmen, um zu verhindern, dass das Geschäft in Kanada, einem der zehn wichtigsten Märkte des Unternehmens, unter dem Handelskonflikt leide. „Die Mengen, die wir derzeit für Kanada beziehen, können alle nach Europa verlagert werden“, hatte Lechner am Rande der Bilanzpressekonferenz erklärt. Gegenwärtig stammten 50 Prozent der Schokolade des Unternehmens in Kanada aus den USA, der Rest aus Europa. „Wir sind in der Lage, 100 Prozent aus Europa zu beziehen“, zitiert Reuters den Konzernchef.
Finanzvorstand Martin Hug merkte an, dass der Transport von Schokolade aus Europa nach Kanada zwar etwas teurer wäre, aber weniger kosten würde als die Einführung von Zöllen. Allerdings könnten Produkte, die in Europa hergestellt werden, in Kanada auf weniger Gegenliebe bei den Verbrauchern stoßen als die gewohnte Schokolade aus den US-Werken, so Hug.