Betrachtet man die Umsatzentwicklung des Handels im Detail, ist festzustellen, dass nicht alle Vertriebskanäle Umsatzsteigerungen verzeichneten. Das größte Umsatzplus wurde mit Knabberartikeln erzielt, wobei das Salzgebäck, Knabberkerne und Nüsse die Wachstumsbringer waren. Auch das Speiseeis legte witterungsbedingt stark zu. Zuckerwaren hingegen standen im vergangenen Jahr deutlich weniger im kulinarischen Fokus der Konsumenten. Der Absatz von Tafelschokolade, Pralinen sowie Frucht- und Weingummi ging bei vielen Händlern zurück. Ebenso waren Stollen und Schokoladen-Gebäck weniger nachgefragt.
Moderat gestaltete sich im vergangenen Jahr die Entwicklung von Handelsmarken. Ihre Bedeutung für den Handel wächst stetig. 2018 betrug der Anteil von Handelsmarken am gesamten Süßwarenumsatz immerhin 14 Prozent. Die Anzahl der Artikel stieg insgesamt um knapp 3 Prozent. Auch das Aktionsgeschäft erweist sich nach wie vor als wichtiger Umsatztreiber. Im Durchschnitt machte es im abgelaufenen Jahr knapp 19 Prozent des Gesamtumsatzes mit Süßwaren aus.
Das Jahr 2019 könnte herausfordernd werden. Insbesondere die Umstellung im Handel auf Fair-Trade-Standards wird voraussichtlich eine besondere Rolle spielen. Insgesamt zeichnen sich Preissteigerungen, etwa rohstoffbedingt in der Kategorie Salzige Snacks, ab. In diesem Rahmen werden leichte Umsatzsteigerungen erwartet. Die geschäftlichen Erwartungen des Handels sind angesichts der allgemeinen ökonomischen Rahmenbedingungen insgesamt vorsichtig optimistisch, teils jedoch moderat zu beurteilen. Positive Impulse erwarten die Verbände aufgrund des diesjährigen späten Termins insbesondere für das Ostergeschäft. Zunehmend wichtiger wird, dass alle Wertschöpfungsstufen der Süßwaren eng zusammenarbeiten.